
Als Vertriebsmitarbeiter verkaufen Sie manchmal Produkte, die nicht physisch im Lager vorrätig sind. Typische Beispiele hierfür sind Restbestände, die gelegentlich verkauft werden oder Waren, die auf Provisionsbasis ohne Bestandsverwaltung verkauft werden.
In solchen Fällen möchten Unternehmen häufig negative Bestände und unrealistische Margen vermeiden, den Anwendern aber dennoch ermöglichen, den Artikel über die üblichen Verkaufsprozesse zu verkaufen.
Schauen wir uns an, wie Sie dies umsetzen können!
Um einen negativen Lagerbestand bei einem Nicht-Lagerartikel zu vermeiden, sollte für diesen ein spezieller Einkaufscode eingerichtet werden. Um einen Einkaufscode anzulegen, öffnen Sie Einkaufscodes.
Klicken Sie im oberen Menü auf + Neu, um einen Einkaufscode anzulegen.
Geben Sie als Code NON-STOCK und als Beschreibung Nicht-Lagerartikel ein und aktivieren Sie die Spalte Zugang buchen.
Weisen Sie anschließend diesen Einkaufscode auf der Artikelkarte im Register Beschaffung dem entsprechenden Nicht-Lagerartikel zu. Von nun an wird eine positive Korrekturbuchung im selben Vorgang wie die Verkaufsbuchung für diesen Artikel erstellt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Artikel zum Zeitpunkt des Verkaufs vorrätig ist, und es werden negative Bestandsbuchungen verhindert.
Die Festlegung des Einkaufscodes verhindert zwar einen negativen Lagerbestand. Möglicherweise möchten Sie jedoch auch eine unrealistische Gewinnspanne vermeiden, um ein realistischeres Finanzergebnis zu erzielen. Sie können einen Prozentsatz für die Rückwärtsberechnung der Stückkosten festlegen und so berechnete Stückkosten erstellen.
Öffnen Sie die entsprechende Artikelkarte.
Im Register Einstandspreise und Buchung finden Sie das Feld EK Rückrechnungsspanne %. Hier können Sie einen Prozentsatz Ihrer Wahl eingeben, der zur Ermittlung eines kalkulierten Stückpreises herangezogen wird.
Die automatische Buchung von Positivkorrekturen ist eine praktische Lösung für Artikel, die bewusst nicht im Bestand verwaltet werden, aber dennoch über die üblichen Verkaufsprozesse verkauft werden sollen.
Durch die Kombination eines speziellen Einkaufscodes mit der optionalen Einstandspreisrückrechnung können Sie einen negativen Bestand vermeiden, den Verkaufsprozess einfach halten und realistische Kosten- und Margenberechnungen für Szenarien wie Saisonartikel, Provisionsverkäufe, Restbestände oder Nebenprodukte gewährleisten.

